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  • AutorenbildChristel Burmester

Pflege der Lebenskraft - Qigong

Seit über 20 Jahren praktiziere ich Qigong (sprich: tschigung), für mich persönlich und auch als Kursleiterin in Gruppen. Qigong ist eine über tausende von Jahren alte chinesische Heil- und Entspannungsmethode und hat heute neben der Akupunktur ihren festen Platz in der traditionellen chinesischen Medizin.

Sie kann von jedem Menschen erlernt werden, unabhängig von Herkunft, Wissen, Beruf, Geschlecht und Alter.

Dieses Übungssystem ist eine wunderbare Verbindung von Bewegung, Atem und Meditation oder Konzentration. Die Übersetzung könnte lauten: „Arbeit mit der Lebensenergie“, es ist „Pflege der Lebenskraft“. Durch regelmäßiges Üben werden Blockaden gelöst und es wird ein freier Energiefluss im sogenannten Meridiansystem ermöglicht.

Qigong wirkt regulativ auf alle Bereiche unseres Daseins, die wir meist von einander trennen: auf „Körper“, „Geist“ und „Seele“. Im Üben kehrst Du in diese ursprüngliche Einheit zurück. In dieser natürlichen Ganzheit tauchen unmittelbar innere Ruhe, Ausgewogenheit und ein positives Lebensgefühl auf.


Jede Deiner Tätigkeiten kann diese Grundsätze beinhalten, wenn sie achtsam durchgeführt werden. Achtsamkeit führt zu mehr Wahrnehmung. Verbesserte Wahrnehmung öffnet und ermöglicht die gesteigerte Aufnahme der elementaren Lebensenergie „Qi“.

Die Pflege der Lebenskraft kannst Du in Stille oder in Bewegung erfahren. Das wesentliche Merkmal des „stillen Qigong“ ist das entspannte Verweilen in bestimmten Körperhaltungen, begleitet von einer harmonischen Atmung und einer Beruhigung des Gedankenstromes. Beim sogenannten „bewegten Qigong“ richtest Du Deine Konzentration zusätzlich auf die sichtbaren Bewegungen Deines Körpers.



STIMMST DU MIT DEM WEG ÜBEREIN, DURCHSTRÖMT DICH SEINE KRAFT. DEIN TUN WIRD NATURNAH, DEINE ART DIE ART DES HIMMELS.

LAOTSE




Frische Energie aufnehmen


Vorbereitung

Begib Dich in die Grundstellung: Die Füße stehen parallel und schulterbreit auseinander, in Deiner Vorstellung spürst Du über die Fußsohlen in Dein "Geerdetsein". Deine Knie sind locker und durchlässig und ab der Hüfte aufwärts bist Du frei und beweglich, in der Vorstellung spürst Du am höchsten Punkt des Körpers, am Scheitelpunkt das "Gehaltensein" von einem goldenen Himmelsfaden. Eingebunden in diese Kräfte zwischen Himmel und Erde spürst Du Dein Pulsieren im Ein- und wieder Ausatmen, im Steigen und wieder im Sinken.

Nutze ein paar tiefe, bewusste Atemzüge und verbinde Dich mit Deinem inneren Lächeln.


Aufgerichtet und entspannt gehe in die folgende Übung:

Während Du durch die Nase einatmest, lasse beide Hände seitlich hoch steigen bis diese mit der Innenseite nach oben gerichtet über dem Kopf angekommen sind. Genieße den weiten freien Raum in der sanften Dehnung – in der Vorstellung, frische Energie aufzunehmen. Mit dem hörbaren Ausatmen fallen beide Arme wieder seitlich hinunter, in der Vorstellung, Altes und Verbrauchtes gehen zu lassen.

Wiederhole diesen Ablauf mindestens 6x und mehr, so wie es sich für Dich gut anfühlt.


Schließe die Übung mit einer kleinen Selbstmassage ab: Reibe Deine Handinnenseiten kräftig aneinander und streiche Dir vom Kinn nach oben zum Haaransatz durch das Gesicht. Massiere beide Ohren, Deinen Nacken abwechselnd mit der rechten und der linken Hand und abschließend reibst Du mehrfach mit beiden Händen gleichzeitig den unteren Rücken (Nierenzustimmungspunkte).


Spüre der Übung nach!



Ich wünsche Dir viel Freude und Erfrischung!

Deine Christel

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